Boumdoudoum Förderverein für Schulpartnerschaften in der Einen Welt e.V. -  Was dahinter steckt
 

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 Was dahinter steckt

 „Not yet Uhuru“ – „Noch nicht frei!“
NGO - Veranstaltung
Geschrieben von: Marie Hölscher
Der Einladung zur Aufführung des Stückes „Not yet Uhuru“ folgten viele. Die Aula des Neuen Gymnasiums füllte sich schnell. In einer kurzen Einführung stellt Frau Zimmer zunächst die Boumdoudoum AG vor, die bereits seit 2004 das Dorf Boumdoudoum in Burkina Faso unterstützt und momentan für einen Bauernhof Spenden sammelt. 17 SchülerInnen helfen dabei, für ihr Engagement wird ihnen herzlich gedankt. Darüber hinaus erzählt Herr Fischer von der Evangelischen Akademie, dass die KinderKulturKarawane nun schon zum 7.Mal Kinder aus Afrika hierher geholt habe. Das Stück solle ein wenig afrikanische Kultur nach Deutschland bringen. Er dankt allen HelferInnen, die es erst möglich gemacht haben, dass das Theaterstück an diesem Abend aufgeführt werden kann. Szenen aus dem Alltag afrikanischer KinderDas Stück ist ein Zusammenschnitt der Reportagen des Senders „UHURU COMMUNITY TELEVISION & RADIO STATION“, erfährt der Zuschauer. Susanne Fröhlich stellt kurz den Inhalt des Stückes dar, das von der Theatertruppe MUKA Kids aus Südafrika in englischer Sprache aufgeführt wird. Es erzählt von den Demonstrationen in einer Siedlung, in der die Leute für bessere Lebensverhältnisse demonstrieren. Auf großen Schildern steht „Free Education For Children“, „Love Peace & Harmony“ oder auch „Jobs Now You Promised Us!!!”. Ein weiterer Mitschnitt des Senders handelt von einem Mann, der geflüchtet ist. Er ist sehr misstrauisch, erzählt jedoch dann, dass seine Frau und seine Tochter gestorben sind und er nun ganz allein ohne Reisepass umherirrt. Weitere Szenen zeigen die Schule und die Kinder, die ihre Probleme klar aussprechen. Sie haben nichts zu essen, kein Geld, keine Toiletten. Und einer erzählt, dass sein Vater die Mutter schlägt. In einer weiteren Sendung wird der Bürgermeister des Dorfes interviewt. Er versucht zunächst versöhnlich mit seinem Dorf zu sein, kann seine Wut aber nicht verbergen und da er seine politische Macht nicht verlieren will, verlässt er das Interview kurzerhand. Beeindruckende SchlussszeneNach einer kurzen Pause, in der die Boumdoudoum AG die Gäste bewirtete, ging man gestärkt in die zweite Hälfte. Die Menschen des Dorfes sind wütend und demonstrieren weiter. Die Schlussszene zeigt einen Mann, der kurz davor ist, das Dorf zu verlassen, aber aufgehalten und zusammen mit zwei Frauen verbrannt wird. Es stellt sich heraus, dass diejenigen, die diese Tat begangen haben, festgenommen und ins Gefängnis gebracht werden.Fragen der ZuschauerDas Publikum war begeistert von dieser eindrucksvollen Aufführung und spendete viel Applaus. Die Schauspieler sangen ein Lied als Zugabe. Am Schluss war noch Zeit, so dass das Publikum Fragen stellen konnte. Eine Frage bezog sich auf die Gründe, warum diese Taten, die im Stück gezeigt wurden, tatsächlich begangen werden. Dafür gebe es drei Gründe. Der erste sei, dass die Leute darauf aufmerksam machen wollten, dass die Lebensbedingungen so schlecht sind. Diese Aufmerksamkeit werde nur durch diese Taten erreicht. Außerdem seien viele Menschen nicht gebildet und wüssten oft gar nicht, dass das schlecht ist. Ein dritter Grund sei die hohe Kriminalität, die dort herrsche und die manch einen zu solchen Taten verleite.Insgesamt war es ein mitreißender Abend, der trotz der Ernsthaftigkeit des Themas fröhlich endete. (14/8.10.2012)Marie Hölscher ist Schülerin des 12. Jahrgangs.

 

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