Sie sind hier: Startseite > Reisen > 2006 Die erste Reise > Ein Tag, an dem Unterschiede deutlich werden

Ein Tag, an dem Unterschiede deutlich werden

Wir frühstücken in dem Restaurant, in dem wir gestern zu Abend gegessen hatten. Es wird unser Stammlokal. Wieder Tee oder Kaffe, gezuckerte Kondensmilch, Baguette, Guave- und Mangomarmelade. Einfach und zweckmäßig. Aber uns liegt noch das Essen vom Vortag schwer im Magen.
Eine halbe Stunde später sind wir wieder in Boumdoudoum. Scharen von Kindern sind rund um die Schule verteilt. Auf dem abgesteckten Fußballplatz neben der Schule spielen die Größeren gegen die kleineren Schüler. Die Großen führen bereits 2:0. Im Schatten der Schule sitzt der Chef mit seinem Tross. Wir werden mit Nachdruck gebeten, uns auf sogleich bereitgestellte Stühle zu setzen. Händeschütteln, freundliche Worte, Händeschütteln. Die beiden Mannschaften auf dem Feld tragen die von der Boumdoudoum-AG gespendeten Trikots. Sie schenken sich im Spiel nichts. Voller Einsatz. Einige Schüler haben nur einen Plastik-Schuh (einige Kinder teilen sich ein Paar Schuh) , andere spielen barfuss auf einem Boden von Staub und spitzen Steinen.
 Hinter dem Fußballfeld spielen die Mädchen eine Art von Handball nach eigenwilligen, an Rugby erinnernden Regeln. Auch hier: voller Einsatz. Ein dynamisches, ein kämpferisches Spiel, dem wir mit Freuden zusehen.
Nachdem das Fußballspiel nach einem Ehrentreffer der Kleineren beendet ist, kommen die Kinder, die eine Brieffreundschaft mit deutschen Schülern haben, zusammen. Sie setzen sich artig in einen schummerigen Klassenraum. Es riecht nach Mensch. Die Augen der Kinder sind groß, die Blicke gespannt. Jedes Kind wird aufgefordert, sich vorzustellen und den Namen des Briefpartners zu nennen. Sie stehen jeweils auf, erzählen kurz und ernst, schüchtern und verlegen von der Partnerschaft. Als ob sie Angst haben, etwas falsch zu machen, sprechen sie leise, sind kaum zu verstehen.

Die Kinder stellen sich vor  Briefe aus Deutschland werden verteilt
Schuhe werden ausprobiert Die Kinder freuen sich


Leider hatten uns nicht alle deutschen Briefpartner einen aktuellen Brief mitgegeben und nur wenige hatten ein Weihnachtspaket gepackt. Ein bedrückendes Gefühl, als wir ansehen müssen, wie einige Kinder leer ausgehen. Ein Gefühl, das sich sogleich wiederholt, als die Sandalen verteilt  werden. Wir hatten 25 Paar neue Sandalen mitbringen können, aber für einige Kinder ist nicht die richtige Größe dabei.

Weiter

Powered by CMSimple_XH | (X)html | css | Login

 

Wichtig

 


 

 

Online Einkauf

Wenn Online einkaufen 

dann bitte

Boumdoudoum unterstützen

 Die Boumdoudoum-AG auf 

 

Kontakt 
Patenschaften Mitgliedschaft Spenden