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Krankenstation und Sylvesterfeier

Der Chef von Boumdoudoum hat dem Superchef der Region bekannt gegeben, dass Ausländer da sind. Also werden die Ausländer, das sind wir, und die Gastgeber, das sind der Chef von Boumdoudoum und sein Tross sowie Hamadou als unser Begleiter  zu einer Audienz beim Superchef eingeladen. Ohne Schuhe treten wir vor ihn und  grüßen mit einem Knicks. Hamadou und wir dürfen uns auf Stühle setzen, die schnell gebracht werden, während der Chef von Boumdoudoum und sein Tross auf dem Beton mehr liegen als knien. Der Superchef spricht französisch, so dass eine Unterhaltung problemlos möglich ist. Eine kurze Unterhaltung, dann hat der Superchef andere Termine.


Wir besichtigen die Krankenstation von Nohoungo, die von der ASAO gebaut wurde. Ein Gebäude mit 3 Zimmern als Geburtshaus, ein einräumiges Gebäude als Apotheke, ein größeres Gebäude mit Krankenzimmern, Behandlungszimmern und Nebenräumen. Alles etwas trostlos. Keine Fensterscheiben, kein Licht, keine Moskitonetze.

Gerätedesinfektion mit Chlor und kochendem Wasser. Zur Behandlung von AIDS steht außer Cotrimoxazol nichts zur Verfügung. Zwei Krankenpfleger arbeiten dort. Sie erklären uns ihre Arbeit mit einem Anflug von Zynismus. Sie führen sehr viele Impfungen durch. Impfungen sind für Mütter und Kinder kostenlos. Alle anderen Leistungen werden gegen eine geringe Gebühr erbracht, auch die Fleischbeschau. Wenn die Dorfbewohner Zweifel haben, ob sie das Fleisch der geschlachteten Tiere essen können, lassen sie sich hier beraten.

Während wir da sind, kommt ein Mann mit einem geschlachteten Schwein, dessen Bauch bereits geöffnet ist. Die Eingeweide quellen hervor. Der Krankenpfleger lässt den Mann tief in Schinken, Wange und Zunge des Tieres schneiden und lässt sich dann Leber und Eingeweide des Tiere zeigen. Schweinebandwurm.

Er empfiehlt, das Fleisch vor dem Essen mindestens 2 Stunden zu kochen.
Wir bleiben noch etwas auf der Krankenstation und lassen uns noch einige Probleme erklären. Der Kühlschrank für die Impfstoffe, der immer wieder ausfällt, der Wasserhahn, aus dem kein Wasser mehr kommt.
Auf dem Rückweg sehen wir das gerade begutachtete Schwein wieder. Es wird am Wegrand zerlegt, also zerhackt. Wir halten an und sehen zu. Offenbar ist es als Mahlzeit für ein Fest gedacht. Dolo ist schon fertig und ein alter Mann bringt uns eine Kalebasse, damit wir vom Dolo probieren. Auch diese Brauer haben unseren Geschmack noch nicht auf den Punkt getroffen.
Nach dem Mittagessen in unserem Stammlokal gönnen wir uns einen etwas ruhigeren Silvesternachmittag. Um 20 Uhr kommt Hamadou, um uns zu einer Party mit seinen Freuden zu bringen. Anke bleibt in der Herberge, weil sie gesundheitliche Probleme hat. Zu dritt begleiten wir Hamadou zur Party, tanzen ein wenig, bekommen running chicken, Popcorn und Chips, freuen uns über die Kinder, die dick angezogen sind wie die Michelin-Männchen, sehen den Frauen zu, die ihre Babys auf dem Rücken dabei haben. Wir gehen aber früh, um Anke nicht so lange alleine zu lassen. Wir hatten für diesen Abend eine Flasche  Sekt und Wunderkerzen mit auf die Reise genommen. Zweimal stoßen wir auf das Neue Jahr an, einmal nach deutscher Zeit, einmal nach der Zeit von Burkina Faso.
Wir sitzen draußen und hören die Neujahrsmesse, die schon um 21.00Uhr angefangen hat und bis weit nach Mitternacht dauern wird, die aus der Missionskirche per Lautsprecher nach außen übertragen wird. weil nicht alle Leute in der Kirche Platz gefunden haben. Die Kirche hat die Größe und die Architektur eines Hangars und ist bis auf den letzten Platz besetzt. Zusammen mit den Leuten, die draußen sind, hören mehrere Tausend der Messe zu. Weiter


 

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