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Ankunft

Mittwoch, 17. Oktober 2007

In diesem Jahr machen wir die Reise in Burkina Faso nur mit zwei Personen vom Neuem Gymnasium:

Marina Arians, Lehrerin für Französich und Spanisch und Marie-Corentine Sandstede, Lehrerin für Französich und Ethik.

Unsere Aufgabe in Burkina Faso ist von der Boumdoudoum-AG und dem Förderverein und in Abstimmung mit unseren Partner in Burkina Faso, Herrn Hamadou Koné, klar definiert worden:

Prüfen, was seit unserer ersten Reise in Boumdoudoum auf die Beine gestellt wurde,

Alle unsere Partner vor Ort treffen, ihnen aufmerksam zuhören, prüfen, welche neuen Projekte in Gang gesetzt werden können, dabei insbesondere die Frage von Mikrokrediten für die Schule und die Dorfbewohner klären, evtl. bereits vor Ort Entscheidungen treffen und erforderliche Maßnahmen einleiten.

Und schließlich sollen wir uns mit einigen Vertretern von NGOs treffen, die ebenfalls in Boumdoudoum tätig sind

Es gibt also sehr viel zu tun, ein vollgepacktes Programm, zumal bei der nächsten Reise im Oktober 2008 geplant ist, dass Schüler mitfahren und wir die Bedingungen dafür und die Reiseroute noch einmal prüfen wollen.

Es ist noch drückend heiß, als wir nachts in Ouga landen und feststellen müssen, dass der Koffer von Marina nicht mit uns angekommen ist.

Am Reklamationsschalter versteht man unsere Aufregung nicht: Der Koffer wird sicher mit dem nächsten Flugzeug in zwei Tagen ankommen. Dass im Koffer Sachen sind, die wir sofort benötigen, interessiert nicht. „Sie bekommen eine Nummer, die geben Sie übermorgen um 18 Uhr ab, dann läßt man Sie in die Gepäckabfertigung und Sie holen Ihren Koffer." Auch dass wir übermorgen nicht mehr in Ouaga sind, kann den Mann nicht aus der Ruhe bringen: „ Dann schicken Sie jemanden, der das für Sie erledigt".

In Burkina Faso kennt jeder jemanden, der jemanden kennt, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist um etwas zu erledigen. Das Problem ist, dass wir nicht „Jeder" in Burkina Faso sind. Nach einer Stunde geben wir auf und verlassen ziemlich verzweifelt den Flughafen. Draußen sollte Hamadou auf uns warten. Es ist stockfinster und wir sehen Hamadou nicht, geraten statt dessen in eine quirlende Menge von Trägern und Taxifahrern, die uns bedrängen. Wir halten unsere Handtaschen immer fester an unsere Körper gepresst. Endlich sehen wir Hamadou. Welche Erleichterung!

Hamadou ist mit einem Freund gekommen, Michel. Michel hat ein Auto. Als die beiden den Grund unserer Verspätung erfahren, entscheiden sie sofort, dass Michel derjenige sein wird, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort etwas für uns tun kann. Kein Problem!

Wir sind – wie im Januar- im Hotel „Auberge du Samaritain" untergebracht. Ein „Kein -Vier-Sterne-Hotel" , eher „Ein - Kein – Sterne – Hotel" . Die Zimmer haben aber immerhin Klimaanlage, angegraute Moskitonetze (sehr nützlich, weil Marinas Moskitonetz noch unterwegs ist), eine Dusche mit fließendem Wasser. Die unbeleuchteten Toiletten befinden sich auf dem Hof.

Nachdem wir das Gepäck auf die Zimmer gebracht haben, bestellen wir für alle vier ein kühles Bier. Natürlich „Brakina" , das Bier, das wir auf der letzten Fahrt kennengelernt haben und das unserem „Jever" ähnlich ist. Wir besprechen das Programm für den nächsten Tag.

Ich spüre eine gewisse Reserviertheit bei Michel, irgendetwas stimmt nicht. Ich frage Michel ob es ein Problem gibt. Nein, kein Problem. Also, was ist los? Nichts, kein Problem, nur... Es würde mich wundern, wenn Ihr Euer Programm einhalten könnt.

Bei der Planung des Programmes haben wir die Entfernungen, die Öffnungszeiten und die Mängel in der Infrastuktur sehr wohl beachtet, aber das ist es nicht, was Michel Sorgen macht: Seit Ihr wirklich sicher, dass alles so vorbereitet ist, wie Ihr es erwartet? Warum sollten wir zweifeln, nachdem alles telefonisch besprochen wurde und uns zugesichert worden war, dass alles bereit ist? Michels „Hoffentlich" beunruhigt mich. Unser Programm ist wirklich straff und fehlerhafte Auskünfte sind nicht eingeplant. Das Bier ist schal geworden. Hamadou und Michel werden uns morgen abholen. Ich packe die Koffer aus und wir sehen, was Marina von meinen Sachen benötigt. Die Stirnlampe zum Beispiel für den Gang zur unbeleuchteten Toilette. Eine gründliche Suche nach nicht genehmigten Mitbewohnern und dann geht’s ins Bett.

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