Sie sind hier: Startseite > Reisen > 2007  Die zweite Reise > Fr., 19.10.2007

Fr., 19.10.2007

Beim Läuten der Glocken der nahen Missionskirche stehen wir um sechs Uhr auf.

Wir frühstücken im <Samaritain>, das sauberer ist als bei der letzten Reise – wenigstens die Tischdecken. Während wir frühstücken, laufen die Leute mehrfach zum Einkaufen von Kaffee, Marmelade, Brot. Nicht, weil wir soviel essen, sondern weil nichts im Haus ist. Für heute ist die Inspektion der Schule und ein Treffen mit dem Elternkommitee vorgesehen. Hamadou kommt und dann Lucca mit seinem Taxi.

Gestern hatten wir es in der Dunkelheit nicht bemerkt, aber der Kofferraum musste nicht wegen unserer großen Koffer, sondern immer mit Bindfäden zugehalten werden. Zum Öffnen und Schließen der Fenster wurden die Scheiben mit Zangen bewegt. Den Zustand von Windschutzscheiben kannte ich von der ersten Reise. Der Unterschied war lediglich, dass Lucca den Heiligen weniger vertraute als unser damaliger Fahrer. Die Abziehbilder, mit denen er die Risse und Sprünge in der Scheibe repariert, zeigen die weltliche Autorität, nämlich den Präsidenten. Die Windschutzscheibe ist aber auch das einzige, was Lucca der weltlichen Autorität anvertraut, keineswegs aber die Straßenverkehrsordnung: Vorfahrtsregelung, Überholverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen ignoriert Lucca konsequent. Keine Sicherheitsgurte.

Die Piste nach Boumdoudoum, vor neun Monaten miserabel, ist nach den heftigen Regenfällen mit den verheerenden Überschwemmungen eine Katastrophe.

Wir werden von Herrn Congo, dem Direktor der Schule, unserer Kollegin Noelie und dem Elternkommitee empfangen. Nach den üblichen Begrüßungen schlägt Hamadou einen Zeitplan vor: Besichtigung zunächst der Klassen, dann des Schulgartens, der Schulküche, der Baumpflanzungen und schließlich des Hühnerstalls. Anschließend wird zusammen mit dem Elternkommitee Bilanz gezogen.

Die Klassenräume: Im Januar war beschlossen worden, die von Exkrementen von Fledermäusen weitgehend zerstörten Zwischendecken bis auf die Träger für die Lampen in allen Räumen zu entfernen, die Fledermäuse auszusiedeln und die Räume zu renovieren. ***

Nach der Besichtigung der ersten beiden Klassenräume waren wir einigermaßen zufrieden, beim Betreten des dritten Raumes stockte unser Atem: bestialischer Gestank und verheerende Schäden in dem im Frühjahr renovierten Raum.

Was war passiert? Um sparsam zu sein, hatte man den Raum renoviert, ohne die bis dahin am wenigsten beschädigte Zwischendecke zu entfernen. Ein fataler Fehler. Die aus den zwei anderen Räumen vertriebenen Fledermäuse hatten im dritten Raum Unterschlupf gefunden und so die zerstörende Kraft der Exkremente verdreifacht. Wir brauchten unsere Partner nicht mehr davon zu überzeugen, dass ein Fehler gemacht worden war.

Vor einer erneuten Revovierung sollen noch Probleme gelöst werden, die in den beiden anderen Räumen aufgetreten sind: Schmutzwasserspuren vom Wischen der Tafeln, weil es keine Auffangrinne gibt und Schmutzstreifen, hervorgerufen von Termiten

Weiter

weiter zu:

Powered by CMSimple_XH | (X)html | css | Login

 

Wichtig

 


 

 

Online Einkauf

Wenn Online einkaufen 

dann bitte

Boumdoudoum unterstützen

 Die Boumdoudoum-AG auf 

 

Kontakt 
Patenschaften Mitgliedschaft Spenden