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Do., 25.10.2007

 8.00Uhr Frühstück im Samaritain. Ein Mann steht auf, kommt auf uns zu, stellt sich als Grégoire KONKOBO „Chef des programmes de Radio Kouritta, Koupéla“ vor. Er  möchte uns interviewen. Überrascht halten wir uns zurück. Hamadou kommt, er hat den Termin arrangiert und vergessen, uns zu informieren. Ich bedanke mich für die gute Absicht, erkläre, dass es viel wichtiger wäre, wenn im nächsten Jahr die Schüler und Schülerinnen da sind. Ein Treffen wird abgemacht für Oktober 2008. Wir müssen uns beeilen, weil wir einen Termin um 8.30 Uhr mit der „Inspectrice des Ecoles“ vom CEB, der lokalen Schulaufsicht, haben. Wir sind rechtzeitig da,  sie aber nicht, kommt auch nicht mehr. Wir lernen den „ Conseiller pédagogique“ Monsieur Ousmane MONE kennen, sprechen über Lerninhalte und Methoden in den Grundschulen. Im Büro sind Plakate, die unter anderem die Korruption anklagen. Er sagt uns, dass die Korruption auch in Burkina Faso einen alarmierenden Stand erreicht hat. Nachdem wir einen Termin abgemacht haben für das kommende Jahr, fahren wir nach Boumdoudoum. Wir treffen Töpferin. Hamadou hat mit ihr eine „démonstration“ abgemacht. Sie zeigt uns, wie ein „Canari“ (kugelähnlicher Behälter) gemacht wird. Ich fotografiere, Marina filmt. Danach zeigt uns ein Töpfer seine Idee. Er hatte gehört, dass es in Europa Leute gibt, die Blumen in ein Gefäß mit Wasser stecken, er hat ein Gefäß für Blumen getöpfert. Die Töpferin macht auch Krokodile und zeigt uns verschiedene Interpretationen. Sie sind nicht mit dem normalen Lehm gemacht worden. Es gibt verschiedene Sorten von Lehm, je nachdem, was man machen möchte. Die stilisierten Krokodile gefallen uns und wir bestellen welche, genauso bestellen wir beim Töpfer mini-canari mit einem Dekor in Weiß und Grau. Nach gut zwei Stunden mit den Töpfern müssen wir zur Schule, um die Abmachung für das kommende Schuljahr mit Noélie, Monsieur Congo und natürlich Hamadou zu besprechen. Es geht auch um den abendlichen Einsatz von Noélie als „Nachhilfelehrerin“ bzw. Aufsicht bei der Anfertigung von Hausaufgaben für die SchülerInnen der CM2 und 6ème im Collège: die Schulergebnissen sind nicht so wie erhofft. Dafür sind die Moskitosperren an den Fenstern und an der Tür einer Klasse vorgesehen, damit im Licht der Voltaikanlage gearbeitet werden kann, ohne zu viel von den Moskitos gestochen zu werden.

Serge Tarpaga, der Partner von Peter Jenisch gibt uns einen Brief für Peter, wir überreichen das Geschenk von Peter, einen Fußball, Serge ist außer sich vor Freude.

 

Schon 12.30Uhr! Wir laufen schnell zum Chef, um uns zu verabschieden. Wir werden erwartet. Der Begrüßungstrank. Wir bedanken uns. Der Chef gibt uns 2 Listen. Auf der ersten Liste sind alle Kinder des Dorfs zwischen 4 und 6 Jahren - leider ohne Altersangabe. Das heißt, wir wissen immer noch nicht, wann welche Kinder in der CP1 (das erste Grundschuljahr) zu erwarten sind. Aber wir wissen, dass er damit unseren Einsatz für eine Vergrößerung der Schule erreichen möchte. Auf der zweiten Liste stehen 97 Familien, die an Solarlampen auf Mikrokredit interessiert sind. 97! Mit dieser Zahl haben wir nicht gerechnet, sie übersteigt unsere Möglichkeiten. Hamadou, der von den Listen nichts wusste, erklärt dass die Familien mit SchülerInnen im CM2 bzw. Collège Vorrang haben werden.

Pascaline Silga, die Batikerin überrascht uns mit der Information, dass die Frauen Französisch lernen wollen, um wirklich etwas zu erreichen. Sie bitten Hamadou, bei der Suche nach einer Lehrerin oder einem Lehrer zu helfen. Die Frauen wollen die Lehrkraft mit dem im Garten verdienten Geld bezahlen. Der Chef lässt eine Spezialität servieren: Hähnchen mit Zwiebeln. Schmeckt super. Das Hähnchen ist wie immer etwas zäh, aber die Kräuterzubereitung ist sehr harmonisch.

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