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Mo., 22.10.2007

Heute holen wir die Fahrräder ab. Die Kinder erwarten uns schon. Sie sind um 5 Uhr aufgestanden und nach Koupéla gelaufen. 3 Erwachsene vom Elternkomitee sind auch dabei, prüfen die bauen Räder, schütteln die Köpfe. Sie halten die in Burkina Faso montierten Räder für nicht stabil genug. Lieber die verschrammten aus Asien, notfalls auch die aus Europa, aber nicht die blauen aus Burkina Faso. In einem großen Palaver setzen sie sich mit dem Fahrradhändler auseinander und erreichen, dass wir nach zwei Stunden mit 8 asiatischen und nur 2 blauen Fahrrädern Richtung Boumdoudoum fahren. Es dauert nicht lange, dann haben wir die erste Panne.
Ein blaues Fahrrad.
Wir bringen es zurück und erhalten ein asiatisches Rad als Ersatz. Wir fahren wieder los. Kurz vor Boumdoudoum die nächste Panne.Das verbleibende blaue Fahrrad.Wir packen das Fahrrad wütend in das Auto. Wir werden es am Abend beim Fahrradhändler abgeben und dort wird sich Folgendes abspielen:
Ich bin ziemlich enttäuscht, sogar sauer, dass der Fahrradhändler uns offensichtlich etwas hatte unterjubeln wollen und das sage ich ihm auch.
Nein, nein in keiner Weise, aber na ja, Weiße bestimmen, fragen nicht!
Und in der Tat, so könnte mein Auftreten erschienen sein.

Herr Yaméogo von HKI erwartet uns schon. Wir möchten die Lage der Schulgärten mit ihm besprechen und auch erfahren, was noch gemacht werden könnte für die Entwässerung und die Bewässerung bei der Schule und auch im Garten der Frauen in Nattinga. Ein sehr netter Mann, der alle unsere Fragen beantwortet. Als Honorine dazu kommt, können wir mit ihm die Frage der Ausbildung der Frauen besprechen. Er will dabei behilflich sein. Er drückt seine Bewunderung aus für die Initiativen, die wir als ausländische Schule übernommen haben, und sagt, dass er das „Goutte à goutte“ System nicht kannte und dass er gespannt sei, wie es funktioniert und sich bewährt. Er verspricht, im Dezember dabei zu sein, wenn die neue Aussaat gemacht wird.
Die Vertreterin von Plan B in Koupéla kommt hinzu, leider sind ihre Informationen über die Voltaikanlage nicht hilfreich. Die Installation der Voltaikanlage ist im August 2006 von Plan B veranlasst worden. Licht gibt es seitdem in den Klassenräumen, auch Kabel und Steckdosen. 110Volt. In Burkina Faso ist 220 Volt der Standard. Letztes Jahr hatten wir uns in Ouagadougou nach einer Transformator erkundigt und erfahren, dass man die Ausgangswerte der Anlage wissen müßte. In Boumdoudoum hatten wir vergeblich nach Etiketten oder irgendetwas, was diese Werte verraten würde, gesucht. Nun haben wir die verantwortliche Vertreterin von Plan B bei uns. Sie hatte die Bestellung veranlasst, sie wird uns Auskünfte geben, wenigstens den Namen der Firma, die die Installation gemacht hat. Großer Irrtum: Der Auftrag  sei weitergegeben worden an eine zweite Firma, die eine dritte Firma beauftragt habe, die die Installation von einer anderen Firma hatte machen lassen – welche Firmen? – keine Ahnung - Rechnungen? – gibt es nicht.
Wundern wir uns nur über die Arbeitsweise dieser Frau oder sind wir entsetzt darüber? Auf jeden Fall wissen wir, dass wir mit der Voltaikanlage während dieser Reise nicht weiterkommen. Ein Fachmann ist gefragt.  Es ist schon Mittag, Noélie bringt uns Tô und Sauerampfersauce. Es schmeckt sehr gut. Noélie ist eine gute Köchin. Dann fahren wir zur Töpferin
.

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