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Sa., 20.10.2007

Wir treffen uns mit Hamadou und gehen wieder zum Fahrradhändler. Es gibt 2 verschiedene Sorten von Fahrrädern: verschiedenfarbige mit starken Lackschäden, die fertigmontiert in Containern von Asien aus verschifft wurden und einheitlich blaue, die in Burkina Faso aus Einzelteilen montiert werden, die aus Europa stammen. Der Lack ist einwandfrei, der Preis ist der gleiche. Wir entscheiden daher, 10 der blauen Räder zu bestellen, zumal diese Räder auch eine Gangschaltung und einen Fahrradkorb haben. Wir werden sie am Montag abholen.

In Boumdoudoum geht es heute um die Angelegenheiten des Dorfes. Fast alle Dorfbewohner sind anwesend.

Nach den üblichen Begrüßungen ergreifen Herr Congo und der Chef das Wort und äußern sich sehr zufrieden. Herr Congo verleiht mir den Titel einer „MAMA" Und als solche spreche ich bei meiner Rede. Ich bedanke mich bei allen, insbesondere aber bei den Lehrern für ihren sehr großen Einsatz, weise die Dorfbewohner auf das große Glück hin, das sie mit diesem Kollegium haben und fordere sie auf, die Lehrer bei ihrem Einsatz für das Dorf und die Kinder zu unterstützen.

Von Hamadou hatte ich gehört, dass einige Eltern nichts ohne Bezahlung machen wollen, dass einige das Rückgeld behalten, wenn sie Geld für Einkäufe für die Schule oder das Dorf bekommen hatten und dass andere fest daran glauben, dass Hamadou von uns bezahlt wird. Dieses Problem spreche ich an, indem ich erkläre, dass keiner und niemand eine Entschädigung finanzieller Art für eine für die Gemeinschaft geleistete Arbeit bekommt, allenfalls in Ausnahmen wie bei der Baumpflanzungsaktion während der Zeit der Feldarbeit, dass wir selbst kein Geld für unsere Arbeit bekommen, sondern selbst Kosten haben, dass wir die Fahrt nach Burkina Faso selbst zahlen und ich zum Beispiel für das Geld auch eine Urlaubsreise mit meiner Familie hätte machen können. Sie müssen verstehen, dass wir alle an dem gleichen Ziel arbeiten: aus Boumdoudoum ein grünes Dorf zu machen, in dem die Kinder eine Bildung und Ausbildung und eine Zukunft bekommen. Ich zitiere ein burkinabesisches Sprichwort: „Wenn du willst, dass man deinen Rücken wäscht, dann wasch dir zunächst den Bauch."

Ich wiederhole, was ich bereits im Januar gesagt habe, dass unsere Möglichkeiten sehr begrenzt sind und dass der Schulbesuch der Kinder absoluten Vorrang hat.

Nach einer Tanzeinlage wie im Januar (LINK) kommt der Chef auf seien Wunsch nach Vergrößerung der Schule zurück, indem er uns eine Liste mit Namen überreicht, ohne Geburtsdaten. Wir können nur wiederholen, dass die Lösung seines Problems nicht von uns kommen kann.

Emmanuel spricht im Namen der Eltern die Mikrokredite an. Ob sie auf die Fahrräder beschränkt sind. Ich antworte, das andere Mikrokredite vorstellbar sind, zum Beispiel für Solarlampen oder für die Gründung eines Geschäftes und dass solche Wünsche mit Hamadou besprochen werden sollen.

Als wieder der Wunsch nach mehr Kindern auf dem College angesprochen wird, erklärt Hamadou, dass wir es vorziehen, Kindern nach der Schule eine Ausbildung zu vermitteln, wird diese Idee wohlwollend und mit Beifall aufgenommen.

Herr Congo löst die Versammlung auf und wir gehen noch zu der Töpferin des Dorfes, um zu besprechen, was sie eventuell anderes herstellen kann als Töpfe und dann wollen wir noch in Koupela Stoffe kaufen.

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