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14.10.2008

Ein in unmittelbarer Nähe der Schule stehendes, ungenutztes Lehrerhaus sollte einen neuen Verwendungszweck erhalten (Lagerung von Schulmaterial). Aber der Zustand dieses Gemäuers war absolut katastrophal. Nicht die Mauern, Fenster waren defekt, sondern eine Heerschar von Fledermäusen hatte sich im Bereich der Zwischendecke eingenistet und verbreitete dort, aber auch im gesamten Haus, ihren Dreck. Schon bei Betreten schlug einem ein atemberaubender Gestank in die Nase. Das Atmen fiel schwer. Wir hatten mit den Männern des Dorfes vereinbart, daß diese die Zwischendecke herausreißen und die Fledermäuse verjagen sollten. Im Bewusstsein, daß dies eine mehr als unangenehme Aufgabe sein würde, hatten wir uns im Gegenzug verpflichtet, hinterher den von der Zwischendecke kommenden Fledermaus-Dreck zu entsorgen und das Haus ordentlich auszufegen.

Nachdem die Decke heraus war, fanden wir uns knöcheltief im getrockneten Fledermaus-Exkrement wieder. Wenn es vorher schon erbärmlich gestunken hat, so war es jetzt das absolute Grauen für die Nase! Die Männer hatten gute und ungeheure Arbeit geleistet. Doch schnell wurde klar; leider ist das Haus noch immer bewohnt! In den Nischen besonders zwischen Mauern und Dachansatz fanden sich noch immer ganze Fledermaus-Großfamilien. Während wir den Fledermausdreck mit Papp-Schaufeln (man nimmt, was man kriegen kann), Eimern und Reisigbesen aus dem Haus entsorgten (hervorragender Dünger!) machten sich die Dorfkinder ein Fest daraus, die Fledermäuse aus ihren Nischen zu jagen. Die Arbeit zog sich stundenlang hin, doch das Endergebnis konnte sich durchaus sehen lassen. Auch wenn wir den besagten Geruch keinesfalls eliminieren konnten, war das Haus nun in einem halbwegs annehmbaren Zustand.  Aufgabe der Dorfbewohner wird es nun sein, sämtliche Zugangswege für die Fledermäuse endgültig zu verstopfen.

Schließlich sei noch erwähnt; diese Art von Fledermäuse ist nicht geschmackvoll und wird nicht verspeist. Und; wir sind dankbar für unsere Tollwutimpfung (auch wenn die Fledermäuse am Tag viel zu träge waren, um ans Beißen zu denken).

Nach der Aktion mussten wir schon wieder unsere Sachen zusammenpacken und gegen 18.30 Uhr kamen wir in unserer Missionsunterkunft an. Duschen!!!!!!

Vor dem Abendessen machten einige von uns noch einen Abstecher ins Internet-Café und dann ging es auch schnell wieder in die Betten.

Mona

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