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23.10.2012

Nachdem wir bereits um 6 Uhr aufgestanden sind und noch ziemlich erschöpft von dem Flug und der Hitze waren, frühstückten wir, Baguette mit Mango-Marmelade.

Um halb 8 sind wir dann mit dem Bus zu dem Gymnasium „Lycée de la Jeunesse Adama TOURÉ (EIJ-AT)“ gefahren. Die Busfahrt war sehr unterhaltsam. An Stelle eines Blinkers hält der Fahrer bzw. Beifahrer seinen Arm aus dem Fenster. In Ouaga sieht man an jeder Ecke eine Tankstelle, und es sind total viele vollbesetzte Roller unterwegs.

Die Schule ist ein naturwissenschaftliches und ein berufsbildendes Gymnasium mit Deutsch als zweiter Fremdsprache.

Nachdem Frau Zimmer, Frau Sandstede und Frau Schmidt mit dem Schulleiter gesprochen hatten, trafen wir Eric, den Schüler aus Boumdoudoum, dem wir den Schulbesuch im EIJ-AT finanzieren und unterhielten uns kurz.

Anschließend zeigte er uns, wo er wohnt. Dazu fuhren wir mit dem Bus über Schotterstraßen, überall wurde Müll verbrannt.

Sein Raum besteht aus einem Tuch als Bett, Schüsseln, Fahrrad, Stuhl, Moskitonetz und Leinen, über denen seine Kleidung hängt.

Die Nachbarn waren total neugierig und wir natürlich auch. Die Kinder kamen erst angerannt und waren dann doch sehr schüchtern. Vermutlich hatten sie Angst vor unseren weißen Gestalten. Für Erics gemietetes Zimmer hatten wir Schränke bzw. Aufbewahrungsmöglichkeiten besorgt und bauten diese auf. Da Eric leider keinen Tisch hatte, sind wir zusammen zu einem Tischler gefahren. Nach einigem Hin und Her ließen wir einen Tisch für umgerechnet 30 Euro bauen.

Anschließend sind wir weiter zu der nächsten Schule gefahren. Das Collège Horizone ist eine Privatschule, die von einer türkischen Organisation betrieben wird. Auf der Schule sind 380 Schüler und Schülerinnen vom Kindergartenalter (ab 3 Jahre) bis zum Abitur. Erstaunlicherweise mehr Mädchen als Jungen. Wir haben mehrere Klassenräume besucht. Die Schule ist eine sehr „luxuriöse“ Privatschule und liegt mitten im Reichenviertel. Hier werden die drastischen sozialen Unterschiede zwischen Arm und Reich deutlich.

Nach diesem anstrengenden Nachmittag mit viel Wartezeit sind wir zu einem Restaurant gefahren. Allein schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Die Menschenmassen, die Händler und Straßenverkäufer, die Motorroller, die dicht neben einem fuhren, die Ziegen und Hunde am Straßenrand, die kleinen Bars und Treffpunkte für Jugendliche. Alles geschieht hier irgendwie schnell, aber dennoch spürt man die Ruhe der Menschen. Beim Restaurant „Mam Dunia“ (meine Welt) angekommen, gab es Couscous mit Soße. Das „Mam Dunia“ ist ein besonderes Restaurant: Es gehört der Stiftung „AMPO“ von Katrin Rohde. Katrin Rohde entwickelte ein Projekt, welches Kindern auf der Straße hilft, sie versorgte sie und bot ihnen einen Schlafplatz. Inzwischen ist es von einer „kleinen Idee“ zu einem Riesen-Projekt gewachsen. Die Stiftung betreibt neben anderen Aktivitäten auch eine Landwirtschaftsschule, an der auch 10 Schüler aus Boumdoudoum gelernt haben, die jetzt eigene Felder bestellen.

Anschließend führen wir noch zu zwei Märkten, auf denen etwas für unseren Werbestand gekauft wurde.

(Anna/Finja) Weiter

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