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Jana Marxen zu Gast

Am 11. Januar 2011 war Jana Marxen Gast bei der Boumdoudoum-AG und erzählte von ihrem Aufenthalt in Burkina Faso.

Die 20jährige Volontärin Jana Marxen aus Trier verbrachte 13 Monate in Burkina Faso. Gemeinsam mit einer deutschen Organisation und burkinischen Nonnen baute sie ein Aufklärungsprojekt in dem westafrikanischen Staat auf.

  • Wo und wie lange warst du in BF?

Jana Marxen: Ich war für 13 Monate in Banfora, im Südwesten Burkinas. Hier habe ich mit katholischen Schwestern zusammengelebt.

  • Mit welcher Orga warst du in Burkina Faso?

Jana Marxen: Die Entsendeorganisation heißt SoFiA e.V. und ist unter der Trägerschaft des Bistums Trier. Außerdem hat der Solidaritätskreis Westafrika e.V. aus der Eifel den Dienst mitfinanziert.

  • Was hast du dort gemacht?

Jana Marxen: Die Schwestern in Banfora haben ein Mädcheninternat, um das sie sich kümmern. Sie gehen in Banfora zur Schule.

Meine Aufgabe war es, sie bei den Hausaufgaben zu unterstützen, ihnen Computerunterricht zu geben und mich insgesamt an ihrem alltäglichen Leben zu beteiligen. Außerdem habe ich mit einer der Schwestern zusammen Mädchen in den Schulen der umliegenden Dörfer über Sexualität aufgeklärt.

  • Wieso wolltest du ausgerechnet nach BF/ Afrika?

Jana Marxen: Schon seit ich 11 Jahre alt bin hat mich Afrika fasziniert! Zunächst nur der Tiere und der Natur wegen, später ist dann alles konkreter geworden, ich habe mich mit der Kultur auseinandergesetzt und mich bei SoFiA beworben! Dass es ausgerechnet BF wurde ist Zufall, aber im Nachhinein bin ich überglücklich darüber .

  • Bei wem hast du gewohnt?

Jana Marxen: Ich habe mit den Schwestern zusammen gelebt.

  • Inwieweit unterscheidet sich das Leben dort von deinem Leben in Deutschland?

Jana Marxen: In Burkina Faso stand das Zwischenmenschliche im Mittelpunkt, hier ist es oft ganz schön schwer noch Zeit für Freunde oder neue Begegnungen zu finden. Außerdem wird viel mehr gelacht, obwohl die Menschen materiell wirklich arm sind. Und diese Armut bringt auch ein sehr hartes Leben mit sich. Man sieht viele kranke Menschen, Frauen müssen sich unterordnen, nur wenige Kinder haben die Chance zur Schule zu gehen.

  • Wie waren deine Eindrücke?

Jana Marxen: Wouah, es waren so viele neue faszinierende und auch fremde Eindrücke. Am Anfang wird man nahezu überhäuft damit, alles ist neu.  Erst langsam durchblickt man die Kultur und kommt doch immer wieder - auch nach 1 Jahr - in Situationen, die man nicht versteht.
Die Menschen in Burkina haben mich immer wieder fasziniert, den Anmut den sie ausstrahlen und die unheimliche Selbstverständlichkeit mit denen sie anderen Menschen begegnen. Allerdings gibt es natürlich auch negative Eindrücke, die mir in Erinnerung bleiben werden: z.B. von zu aufdringlichen Männern, Schüler schlagenden Lehrern und bettelnden Straßenkindern.

  • Hast du dich durch deinen Aufenthalt charakterlich verändert?

Jana Marxen: Ja, ich glaube ich habe ein Stück Unbeschwertheit verloren und sehe vieles mit anderen Augen. Aber gleichzeitig hat mich das Jahr auch gelassener werden lassen und ich komme andauernd zu spät . Auch ist der Wunsch, mich hier in Deutschland mehr sozial zu engagieren, größer geworden.
Ein anderer wichtiger Aspekt, der mich sehr geprägt hat in Burkina ist der Glaube an Gott. Glaube ist sehr stark in der Kultur verankert und ich habe ihn in dem Jahr noch einmal ganz neu erleben dürfen.

  • Wie hat sich deine Wahrnehmung bezüglich unseres Lebens/ Konsumgesellschaft verändert?

Jana Marxen: Ich kaufe viel weniger! Ich bin der Einstellung "Ich will alles zu jeder Zeit!" sehr kritisch eingestellt, kann mich aber ja letztendlich auch nicht vollständig davon frei machen.Ich glaube uns geht einfach immer mehr das Bewusstsein und der Respekt für unsere Ressourcen verloren, unabhängig davon was in Afrika geschieht.

  • Wann planst du die nächste Reise nach Burkina Faso?

Jana Marxen: Sehr wahrscheinlich werde ich dieses Jahr Ende August wieder für 4-6 Wochen nach Burkina fliegen

Interview von Ida Bettray

 

 

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