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Auf der NGO-Homepage

„Schulen – Gemeinsam für Afrika“    
NGO - Projekte und AG
Geschrieben von: Marie Hölscher   

BDD2WorkshopEtwas sehr Aufregendes und durchaus Lehrreiches passierte vor den Ferien in der Aula des NGOs. Die Boumdoudoum AG traf sich, um gemeinsam an einem Workshop teilzunehmen, den sie als ersten Preis für ihre geleistete Arbeit, ihr Engagement und Durchhaltevermögen in einem bundesweiten Wettbewerb gewonnen hatte (s. „Einsatz für Afrika erneut belohnt“).

Der Leiter des Workshops, Daniel, sollte den elf SchülerInnen innerhalb von vier Stunden vermitteln, wie sie am besten ein Aktionstheater machen könnten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es mit einem Warm – up los. Mit Konzentrationsspielen wurde man schnell wach und hatte gleichzeitig Spaß. Danach wurden Fähigkeiten genannt, die für das Theaterspielen von aller größter Wichtigkeit sind: z.B. lautes Sprechen. Alle AG – TeilnehmerInnen liefen dann zunächst über die Bühne. Nun wurden verschiedene Aufgaben gestellt, zum Beispiel sollten sie sich begrüßen und dabei sehr höflich bzw. unhöflich sein. Eine andere Variation des Spiels war es, dass, wenn einer stehen blieb, die anderen auch stehen bleiben mussten. Dabei war vor allem wichtig, auf die Impulse anderer zu achten und alles im Blick zu haben, was auf der Bühne geschah.

Herbe Schimpfwörter erlaubt

Die nächsten Übungen stärkten vor allem die Gruppendynamik und das Selbstbewusstsein. Mit einer Gruppe ist jeder Einzelne stärker. In einer Übung schrie eine Gruppe der anderen Gruppe ein Schimpfwort beziehungsweise als Variation ein Kompliment zu. Die andere Gruppe musste mit einem Gegenschimpfwort beziehungsweise Kompliment reagieren. Jede Gruppe musste lauter werden, je näher sie der anderen kam. Gelernt hat man dadurch vor allem, dass Distanz sehr viel stärker auf das Publikum wirkt.

Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken?

In einem folgenden Brainstorming wurden verschiedene Formen des Theaters festgehalten und was man mit diesen Formen beim Publikum bewirken könnte. Vor allem wurde vorgeschlagen, dass man die Zuschauer zum Nachdenken anregen müsse. Eine weitere Form des Theaters ist das Erzählen von Geschichten. Zum Beispiel könnte es einen Moderator/ Erzähler geben, der durch ein Bild von „eingefrorenen“ Menschen geht und diese Menschen nacheinander nach ihrer Geschichte fragt. Darüber hinaus wurde das groteske Theater anhand eines einfachen Beispiels veranschaulicht: Die Szene könnte eine Auktion darstellen, auf der Afrikaner und Europäer verkauft werden. Während die Afrikaner für wenig Geld verkauft werden, werden die Europäer nur für sehr viel Geld verkauft. Diese Szene wäre einerseits grotesk, würde aber auch stark zum Nachdenken anregen.

BDD3WorkshopWichtigste Regeln des Aktionstheaters

Zunächst wurden von Daniel vier einfache, in der Ausführung jedoch sehr wichtige Regeln eingeführt, die das Schauspielern betreffen. Die erste heißt: „Einfach ist besser“. Man solle sich auf der Straße keine komplizierten Dramen mit fünf Akten ausdenken, sondern die Nachricht sollte kurz und prägnant wirken, damit ein Zuschauer, der z.B. später erst dazukommt auch sofort in das Stück hineinfinden kann. Die zweite und dritte Regel hängen zusammen. Sie lauten „Bezieh das Publikum ein“ und „Nimm die Menschen ernst“. Wenn man jemanden aus dem Publikum auswählt, sollte man nicht zu aufdringlich sein und nicht über die Personen lachen. Die letzte Regel hieß „Mach, was Dir Spaß macht, es wird auch die anderen begeistern“. Nur wer authentisch ist, kann überzeugen.

Hunger und Migration als Themen für Theaterstück

Es wurden zunächst Ideen für mögliche Theaterstücke gesammelt. Am Ende einigte man sich auf die zwei Themen Migration und Hunger in Afrika. Die elf SchülerInnen teilten sich in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe bearbeitet das Thema Hunger. Sie stellen dar, wie die Afrikaner immer ärmer werden und hungern müssen, weil sie ihre Hühner nicht mehr verkaufen können, denn die reichen Länder bieten auch ihre Hühner an, allerdings zu einem viel geringeren Preis als die Afrikaner. Die zweite Gruppe stellte das Thema Migration dar. Die Migranten kommen zur „Festung Europa“ und flüchten, weil ihre Lebensbedingungen schlecht sind. In Europa werden sie in Asylheime abgeschoben, dürfen nicht arbeiten und werden nicht integriert. Nach Unterrichtsschluss haben beide Gruppen ihre Erarbeitung auf dem Hof und in der Pausenhalle vorgeführt.

Preisverleihung und Abschluss

Der Workshop hat den SchülerInnen sichtlich Spaß gemacht. Zu guter Letzt gab es Interviews mit ihnen und den betreuenden Lehrerinnen und die Urkunde wurde überreicht. Aufgrund der vielen Arbeit, die bisher geleistet wurde und wegen des Engagements und Durchhaltevermögens hat die Boumdoudoum AG den Preis unbedingt verdient. Ich wünsche der AG, dass es in den nächsten Jahren weiterhin bergauf geht und dass die engagierten Schülerinnen und Schüler vielleicht jetzt ab und zu auch ein kurzes Theaterstück selbst aufführen. (15/11.11.2012)

Marie Hölscher ist Schülerin des 12. Jahrgangs.

 

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