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Protokoll

Deutscher Entwicklungstag
Freiberg
Zukunftswerkstatt
 
Teilnehmer:
 
§    "AG Boumdoudoum" vom Neuen Gymnasium aus Oldenburg - Hilfsprojekt in Burkina Faso
TN: Sarah, Markus, Anna
§    „Wilma Helps!“ von der Wilma-Rudolph-Oberschule aus Berlin - Hilfsprojekt in Kenia
TN: Chiara, Aliyah
§    "Sambia AG" des Goethe-Gymnasiums aus Nauen - Hilfsprojekt in Sambia
TN: Luisa, Antje
§    „Namaste Nepal S-GmbH“ des Geschwister-Scholl-Gymnasiums – Hilfsprojekt in Nepal
TN: Sarah, Jonas
 
Gesprächleitung:
 
Steffen Judersleben, Stadtverwaltung Freiberg,
 
Ablauf:
 
§    Vorstellung … wer sitzt am Tisch
§    Projektvorstellung max. 5 Minuten
§    Was wollen wir bewegen?
§    Was ist auf unserer Habenseite?
§    Vision/Utopie
§    Gemeinsam etwas bewegen
 
1.     Wir wollen „bewegen“ - Gedanken
-         Wir wollen die Bildungsbedingungen in den Entwicklungsländern verbessern.
Der unterschiedliche Zugang zu Bildung zeigt Grenzen auf und polarisiert. Es gibt keine Chancengleichheit. Viele Kinder können nicht zur Schule gehen, da diese nicht vorhanden oder zu weit weg ist. Ohne Bildung ist es schwer die Lebensbedingungen zu verbessern. Die Zukunft der jungen Menschen ist somit nicht selbstbestimmt.
 
-         Bildung ist wirkliche „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Dies betrifft direkt unsere Arbeit in den Partnerdörfern. Wir bekommen aber auch viel zurück und der Nährwert für uns ist dabei sehr groß. Wir praktizieren Bildung für nachhaltige Entwicklung, in dem wir uns mit Themen beschäftigen, die nicht zum normalen Schulalltag gehören. Zusätzlich lernen wir die fremden Kulturen kennen. Wichtig ist – wir können kreativ sein und müssen uns dabei             immer die Frage stellen, ist unser Projekt nachhaltig?
 
 
-         Akzeptanz unserer Arbeit
Es gibt verschiedene Erfahrungen bezüglich Reaktionen der Menschen - positive als auch negative.   Argument der Skeptiker: In Deutschland wird genau so Hilfe benötigt.
ABER: Wir sind eine Welt!
 
-         Zielgruppen
Wir sind Schüler - Ziel sollte sein andere Schulen zu bewegen, ähnliche Projekte zu starten. Schüler haben definitiv Interesse, aber man benötigt das entsprechende Input und einen Ansprechpartner mit Erfahrung.
Wichtig ist dabei die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen. Der Projektstart muss funktionieren. Man hat nur eine Chance.
Geht es auch ohne Lehrer? Projektbegleitende Lehrer sind sinnvoll, wenn es ein Schulprojekt ist.
Wie läuft das mit den Finanzen? Förderverein der Schule bzw. eigenen Verein gründen.
Wichtiger Hinweis: Die Schule kann auch als Träger für ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ bzw. „Freiwillig Ökologisches Jahr“ auftreten und die Finanzierung kann über Sponsoring erfolgen. (wie bei Namaste Nepal S-GmbH)
 
2. Beschäftigen wir uns zuerst mit uns. Was haben wir?
 
Hilfsprojekte, mit denen den Menschen in Entwicklungsländern geholfen werden soll
 
Finanzierung der Projekte:
-     Flohmärkte
-     Sozialer Tag (Schüler gehen einen Tag arbeiten, Lohn geht an Projekt)
-     Benefiz-Konzerte
-     Spendenläufe
-     Verkauf von eigens kreierten Kalendern und anderen selbst gestalteten Produkten
-     Verkauf von Kaffee und Fairtrade-Produkten
-     Benefiz-Turniere (z.B. Fußball und Golf)
-     Bedruck und Verkauf von T-Shirts
 
Struktur der Projekte:
a) Schülerfirma - 36.000 Euro maximaler Umsatz im Jahr (wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, Spenden nicht eingeschlossen), 3.000 Euro maximaler Gewinn (gilt nicht für Hilfsprojekte, da keine Gewinnausschüttung) Gremien wie in einer richtigen Firma, für den Empfang von Spenden benötigt man den Schulförderverein (z.B. Unterkonto)
b) Arbeitsgemeinschaft - lockerere Struktur aber Schulprojekt. Für Spenden benötigt man ebenfalls Schulförderverein oder einen eigenen Verein mit externen Personen (Thema Geschäftsfähigkeit von Schülern)
 
Probleme:
- Nachfolger in den jüngeren Klassen finden, um Projekt am Leben zu halten.
mögliche Lösungen:
- Vorträge in jüngeren Klassen
- zusätzliche AG für die Kleineren, die dann in Schülerfirma bzw. AG nachrücken
- bei Elternabenden in 5.Klasse Vorstellung von Projekt
- Beispiel Sambia AG: Projektwoche über Sambia mit Kochen, Lernen über Flora, Fauna und Kultur usw. (ähnlich einem fächerverbindenden Unterricht)
 
3. Wir wollen gemeinsam etwas „bewegen“!!!!
 
a) Wen bzw. was wollen wir bewegen?
- Weitere Mitstreiter an unserer eigenen Schule zur Mitarbeit motivieren.
- Schulen aus unserer Region direkt ansprechen um eigene Projekte zu beginnen bzw. vorhandene Projekte zu unterstützen.
 
Es gibt in Deutschland über 3.000 Gymnasien … ein großes Potential für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit.
 
b) Welche Voraussetzungen haben wir?
 
- Bewerbung über unsere eigenen Projekte.
- Wir haben Know how und wollen es gern weitergeben!!!
- Tue Gutes und rede darüber.
 
c) Welche Form soll genutzt werden?
 
- Film über das jeweilige Projekt, welcher z.B. in 3.000 Gymnasien (DVD) z.B. im Fach Ethik oder Gemeinschaftskunde gezeigt werden kann. Für die Produktion benötigen wir eine Finanzierung (nicht über unsere Projektgelder). Beispiel, wenn jedes Bundesland 10.000 Euro bereitstellt, kann etwas richtig Gutes entstehen. Die Multiplikatorenfunktion ist riesig. Für die Produktion benötigen wir Profis bzw. Studenten von Hochschulen für Medien und ein Drehbuch. Das Drehbuch kommt von uns.
 
- Natürlich ist der direkte Kontakt meist sehr effizient, aber sehr zeitaufwendig. Briefe an Schulleiter bringen nichts.
Gutes Beispiel: BRIDGE-IT! Tour 2013 à aktive Schüler mit Erfahrungen in Sachen Entwicklungshilfe besuchen andere, interessierte Schulen, stellen Projekt vor und geben Ratschläge
 
- Facebook und allgemein neue Medien – schnellste Art und Weise, um Inhalte zu verbreiten und auf sich aufmerksam zu machen
 
- Initiierung eines deutschlandweiten Jugendkongress 2014
Bereits aktive Jugendinitiativen stellen sich mit Ständen vor, diskutieren in Workshops und halten Vorträge.
Die Zielgruppe sind interessierte Schulen!!!!
 
- Wir wollen uns vernetzen!!!!
 
d) benötigen wir Partner
- für die Organisation des Kongresses
- für die Finanzierung des Kongresses
- engagierte Lehrer, die bereit sind ein Hilfsprojekt zu betreuen
- Experten in Sachen Filmproduktion
           
4. Zusammenfassung und Ziel
 
Schulen bieten immer die Möglichkeit, sich für andere Menschen zu engagieren. Dabei ist es egal, ob es in einer Schülerfirma oder in einer Arbeitsgemeinschaft geschieht. Dabei ist ihr zentrales Thema, den Zugang zu Bildung als „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu verbessern. 
 
In Freiberg die Möglichkeit zu haben sich gegenseitig auszutauschen, wurde sehr positiv aufgenommen. Aus diesem Grund wollen alle vier Initiativen sich vernetzen und weitere bereits vorhandene Jugendinitiativen zur Mitarbeit gewinnen.
 
Für Herbst 2014 soll ein deutschlandweiter Jugendkongress initiiert werden. Dies ist aber nur möglich, wenn ein professioneller Partner für die Organisation gefunden wird. Denn Inhalt des Kongresses werden die Schüler aber selbst bestimmen. Neben einem Markt der Möglichkeiten von bereits aktiven Schulen sollen vor allem neue, interessierte Schulen für die Teilnahme gewonnen werden.
 
Ebenfalls diskutiert wurde die Erstellung von Informationsmaterialien aus den vorhandenen Projekten. Diese sollen dann deutschlandweit im Unterricht eingesetzt werden. Wir können dabei den Inhalt unserer Arbeit einbringen. Für die Erstellung und das Finanzieren sind Partner erforderlich.
 
Es bestand Einigkeit: Wir haben in Deutschland bereits an vielen Schulen Initiativen zur Entwicklungszusammenarbeit. Es gibt aber z.B. über 3.000 Gymnasien in Deutschland, ein riesiges Potential für eine neue Initiative. Wenn allein durch die Vernetzung und eine intensivere Öffentlichkeitsarbeit 100 neue Projekte an den Schulen entstehen, diese durchschnittlich 10.000 Euro pro Jahr erwirtschaften, dann sind das nicht mehr nur „kleine Hilfsprojekte“, sondern eine Million Euro für Kinder und Jugendliche in den ärmsten Ländern der Welt. Es ist ein Potential, dessen Ergebnis dann direkt vor Ort ankommt.
 
5. die nächsten Schritte
- Vernetzung organisieren – verantwortlich: alle Teilnehmer
- Protokoll an vorhandene Initiativen weiterleiten – Ziel Netzwerk erweitern
- für das Netzwerk mit Herrn Dr. Müller (Bridge-It!) sprechen – verantwortlich Herr Judersleben
- potentielle Partner ansprechen – verantwortlich: Namaste Nepal S-GmbH
 
 
gez. Luise Böhnstedt
für das Protokoll  
 

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21. Oktober: Ein ganz besonderer Kracher: Pimpy Panda macht Station in Oldenburg. Unterstützungskonzert für BOUMDOUDOUM

21.Oktober 2017: 20.00h, Neues Gymnasium Oldenburg Pimpy Panda

 

 

 

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