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Abschied von Boumdoudoum

Bevor wir mehr von Burkina Faso kennen lernen, verhandeln wir mit einem Schlosser über den Bau der Metallteile des zukünftigen Hühnerstalls. Als Marie-Corentine beim Feilschen sagt, wir seien nicht Plan B und könnten den geforderten Preis nicht zahlen, ist der Schlosser offensichtlich amüsiert und sagt, bei Plan B hätte er von vornherein das Doppelte verlangt. Dennoch gelingt es, den Preis noch erheblich herunter zu handeln.
Noch einmal fahren wir zur Schule, um uns mit den Schülern zu treffen. Von allen erhalten wir Briefe für die deutsche Briefpartner, weil sich alle, aber auch alle am Abend des 30. Dez. in der Schule zum Briefeschreiben getroffen hatten. Dazu machen wir
 Audioaufnahmen mit Neujahrswünschen und Grüßen für die deutschen Partner und mit einigen Liedern.
Alle Schüler, die das Collège besuchen, werden beiseite genommen. Sie erfahren noch einmal unmissverständlich, dass ein Sitzenbleiben in der Schule sofort dazu führt, dass der Schulbesuch nicht weiter von der Boumdoudoum-AG finanziert wird. Im ersten Jahr hatten wir eine Ausnahme gemacht, weil wir aus der Ferne nicht sicher sein konnten, dass die Schüler diese Bedingung auch wirklich verstanden hatten.
Zur Verabschiedung kommt auch der Bürgermeister von Baskouré, der bei der Begrüßungsfeier nicht dabei sein konnte.

Was er sagt, bestätigt uns in unserer Arbeit. Er sagt nämlich, dass sich kein Dorf in seinem Distrikt sich so weiterentwickelt habe wie Boumdoudoum. Das liege nicht daran, dass das Dorf durch uns mehr Möglichkeiten bekommen habe, sondern dass sich die Einstellung der Bewohner geändert habe.
Danach besprechen wir mit den Elternvertretern und dem Chef die Dinge, die als nächstes in Angriff genommen werden sollen: das Streichen der Klassenräume, die Erweiterung des Schulgartens mit bodenverbessernden Pflanzen,der Hühnerstall.

Wir bitten auch, die Kleinigkeiten in Angriff zu nehmen, die uns aufgefallen sind, für die sich bisher offenbar keiner zuständig gefühlt hat. Für den Hühnerstall werden dann auch gleich Nagel mit Köpfen gemacht. Alle zusammen inspizieren wir ein nicht mehr bewohnbares Lehrerhaus, das in einen Hühnerstall umfunktioniert werden wird. Alle erforderlichen Veränderungen werden abgesprochen und die Maße für den Schlosser werden genommen. Wir versprechen noch, dass wir versuchen werden, andere Organisationen für die Belange des Dorfes zu interessieren, dann verabschieden wir uns und fahren nach Koupéla, wo wir die Bestellung beim Schlosser abgeben, zu Mittag essen und uns dann mit dem Taxi-Brousse auf den Weg nach Ouaga machen. Hamadou begleitet uns.
Wir kommen abends in Ouaga und kaufen noch einige zusätzliche Dinge für den Laptop, die sich als sinnvoll herausgestellt hatten.
Das Zimmer, das Jens und ich in der "Auberge du Samaritain" bekommen, ist ungereinigt. Die Dusche ist vom Vorgast als Pissoir missbraucht worden und das Zimmer stinkt nach Urin. Gute Nacht.

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