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Mi., 24.10.2007

Wie immer Frühstück um 8.00 Uhr bei dem „Samaritain“. Obwohl sie wissen, dass wir regelmäßig kommen, findet wieder diese Lauferei zum Laden neben an statt: Brot, Nescafébeutel, Konfitüre. Heute gibt es keine Butter.

Hamadou kommt, Lucas (der Taxifahrer) etwas später und dann fahren wir zu Yao Mandé : wir müssen einen Vorschuss abgeben für die bestellten Moskitosperren. 

Zur Schule nach Boumdoudoum. Heute möchten wir den Unterricht in den drei Klassen erleben. Wie Noélie mit den Kindern arbeitet, ist beeindruckend. Sie hat dieses Jahr die Älteren. Sie beachtet den Niveauunterschied und stellt den Einen bestimmte Fragen, den Anderen andere. Alle sind dabei: es geht um französische Grammatik, Wortarten und danach Wortfelder. Anschließend sind wir mit Monsieur Congo. Er ist ziemlich streng, hält immer ein Tafellineal in der Hand und zeigt damit, wer antworten soll oder nicht, klopft gelegentlich damit auf einem Schultisch, um die Aufmerksamkeit zu bekommen. Zuletzt besuchen wir den Unterricht von Hamadou, der die Kleineren spielerisch Buchstaben erkennen lässt.

Danach treffen wir das „Comité des parents“ .Es geht um die angebotene Ausbildung zum Mechaniker. Das Comité hat sich mit dem Chef am Tag zuvor getroffen und möchte von uns erreichen, dass wir nicht wie vorgesehen Schüler sondern junge Männer vom Dorf  nehmen. Sie haben zwei junge Leute ausgewählt. Ich persönlich bin mehr als skeptisch und zurückhaltend, als ich erfahre, dass der Eine den Cours préparatoire 1 (entspricht 2.Grundschulklasse) wiederholt und danach abgebrochen hat. Er kann kein Französisch sprechen, geschweige denn Lesen und Schreiben! Interessant ist es unserer Meinung nach,  wenn erstmals 2 junge Leute ausgebildet werden können, die auch selbst weiter ausbilden können. Der junge Mann tut nichts im Dorf und der Chef dachte ihn damit zu beschäftigen. Können wir verstehen, aber das ist uns zu teuer! Uns ist es lieber - wenn wir schon auf unsere Idee verzichten, Schüler ausbilden zu lassen, „vernünftige“ Männer zu nehmen. Und das schlage ich dem Comité vor. Sie verstehen meine Argumentation, freuen sich, dass wir die Ausbildung für Ältere akzeptieren und wollen demnach  zwei andere Männer aussuchen.

Danach gehen wir zu Benjamin Silga , den „pépiniériste“, den Baumschulbesitzer, der die Bäume für unsere Pflanzung bei der Schule gezüchtet hat.  Er zeigt uns seine Anlage.

 Gegen 15.00 Uhr sind wir in Koupéla zurück, kaufen 2 Flaschen Bier und fahren zur Mission, wir wollen soweit wie möglich die Koffer packen. Ich muss die Abrechnung machen und um 16.30 treffen wir uns mit Hamadou, um zum Markt zu gehen. Danach laufen wir zur „Eglise 1900“. Die älteste katholische Kirche in diesem Teil von Burkina Faso.  Dabei entdecken wir ein Restaurant „Le Campement“ das sich schon „Restaurant“ nennen lassen kann. Ruhig, sauber, frische Stofftischdecken, Teller, Gabeln, Löffel, Messer und eine Serviette! Luxus pur!  Wir essen gegrilltes Fleisch. Sehr gut! Und die Preise? Kaum teuerer als im Samaritain. Daran müssen wir denken, wenn wir mit Schülern zurückkommen. Der einzige Nachteil die Entfernung von der Mission:  500m sind aber problemlos zu schaffen.

Gegen 20.00Uhr sind wir wieder in der Mission und schlafen früh ein.

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