Boumdoudoum Förderverein für Schulpartnerschaften in der Einen Welt e.V. - Bericht
 

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Bericht

1.10.09
Hui! Alles beginnt mit meinem allerersten Flug und dann gleich ins weit entfernte Afrika!
Insgesamt fand ich den Flug sehr lustig und aufregend und würde immer wieder gerne in den Flieger steigen. Am meisten beeindruckt hat mich am Fliegen, dass man sich über den Wolken befindet und man, wenn sich die Wolkendecke für kurze Zeit öffnet, einen tollen Ausblick über Lichter, Landschaften und Städte hat.
Doch dann kam auch gleich bei meinem ersten Flug für kurze Zeit Aufregung auf: Bei der Zwischenlandung in Paris gab es Startprobleme und nach den ersten Versuchen und langem Rollen lautete die Durchsage: technischer Fehler! Ich war komischer Weise ganz gelassen und in Gedanken beim nächsten Abheben. Zum Glück konnten wir dann, nach Behebung des Fehlers, wie gewohnt und ohne Schwierigkeiten starten. Wie wir in Paris plötzlich erfahren hatten, sollte es eine Zwischenlandung in der Hauptstadt Nigers, in Niamey, geben. Es schien ein kleiner Flughafen zu sein. Durch unsere kleinen Fenster sahen wir ein paar Büsche und ein schlichtes Flughafengebäude in der Hitze des Nachmittags. Es stiegen viele Reisende aus, es stiegen neue reisende zu und wir hofften, dass es bald weitergehen würde. Aber das geschah nicht. Statt der üblichen Startvorbereitungen liefen die Flugbegleiter mit kleinen Zählgeraten in den Händen geschäftig durch die Gänge. Verwundert schwiegen alle und man hörte eine Weile nur das Tick-Tick dieser Geräte. Dann kam eine Durchsage, der Flugkapitän meldete sich und bat uns alle, sitzen zu bleiben und uns zählen zu lassen. Wieder eiliges Herumgerenne, wieder das Ticken dieser seltsamen kleinen Dinger. Eine weitere Durchsage, diesmal schon etwas ungehaltener: „Bitte bleiben Sie auf Ihren Plätzen, damit die Flugbegleiter die Zählung durchführen können.“ Wieder wird gerannt. Wir beginnen uns zu amüsieren. Ist das ein Spiel der Flugbegleiter von Air France? Sollten wir mitspielen, Bäumchen wechsle dich? Eine weitere Durchsage, Ärger schwingt mit. „Bitte bleiben Sie auf ihren Plätzen. Wir müssen die Zählung durchführen. Können wir das nicht, werden wir nicht starten!“ Wir bleiben sitzen. Nachdem ein letztes Mal gerannt und getickert wurde, beginnen endlich die Startvorbereitung. Geduldig warten wir ab. Sobald wir in der Luft sind befragen wir die Dame im blau-weiß-roten Kostüm und erfahren dass bei der Zwischenlandung auch Gäste aussteigen, die eigentlich, so wie wir, nach Ouagadougou fliegen. Sie nutzen die Zwischenlandung für eine Zigarettenpause und die Fluggesellschaft muss prüfen, ob alle wieder an Bord sind. Jetzt haben wir ein neues Argument gegen das Rauchen. Rauchen kostet Zeit – und die Nerven von Flugkapitänen.
Nach diesem langen und aufregenden Flug kamen wir gegen frühen Abend endlich in Ouagadougou an. Wir waren gespannt und geschafft zugleich und die drückende Luft, die uns empfing minderte nicht gerade unsere Müdigkeit. Was für eine Hitze! Nach langwierigen Pass- und Ausweiskontrollen war dann aber alles geschafft und wir waren froh, in Afrika angekommen zu sein. Leider hatte Bentjes Koffer es nur bis nach Bremen geschafft, und so musste sie ohne Gepäck den Flughafen verlassen, jedoch mit dem Versprechen, den Koffer am nächsten Tag abholen zu können.
Als wir uns dann alle vor dem Flughafen versammelt hatten, wurden wir herzlich von Hamadou begrüßt. Wir haben uns alle sehr gefreut, ihn zu sehen! Die Neulinge wurden vorgestellt und auch die Wiedersehensfreude der alten Bekannten war groß. Es gab Umarmungen, Gelächter – und dann Erstaunen. Wer Hamadou freudig auf die Schulter klopfte, hätte sich fast verletzt. An einem dicken Aststück, das Hamadou unter seiner Achsel trug. Das Aststück hatte der Arzt dort befestigt um die verletzte Schulter zu fixieren. Kurz vor unserem Besuch hatte Hamadou einen Unfall mit dem Moped gehabt. Es wurde sogleich vereinbart, noch einmal einen Arzt zu konsultieren. Hamadou sollte während unseres ganzen Besuches starke Schmerzen haben. Aber er wollte keinen Tag verpassen und verschob Behandlung und Genesung auf die Zeit nach unserer Abreise.
Auf unserem Weg zum Parkplatz, wo unsere Taxi-Brousses warteten trafen wir viele Afrikaner, die uns etwas verkaufen wollten. Handykarten, Schmuck, Essen…von allem war etwas dabei. Es war eine sehr ungewohnte Situation und auch ein bisschen unangenehm, da wir nicht so recht wussten, wie wir uns verhalten sollten und es so viele Eindrücke auf einmal waren. Die Taxi-Brousses waren die selben wie im letzten Jahr. Unsere Koffer wurden schnell aufgeladen, sodass wir kurze Zeit später Richtung Unterkunft losfahren konnten. Während der Fahrt konnten weitere Eindrücke von Ouagadougou bei Nacht (um 18.00 Uhr ist es in Burkina stockdunkel!) gesammelt werden. Im kleinen Hotel „Le Samaritain“ angekommen, haben wir unsere Koffer abgestellt und uns kurz darauf wieder im Hof zum Essen getroffen. Zu Essen gab es Kartoffelspalten und Erbsen.
Sophia und ich hatten ziemliches Glück mit unserem Zimmer, da wir eine sehr gut funktionierende Klimaanlage hatten. So konnten wir in unserer ersten Nacht schnell und kühl einschlafen. Die anderen haben es etwas wärmer gehabt.

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